Covid-19: Unser Jahr …

Die erste Maiwoche 2020

Der Tourismus soll langsam wieder losgehen; sogar die Kneipen, Cafes und Restaurants sollen, alles natürlich unter streikten Corona-Auflagen, öffnen. Wir haben uns sofort auf die Reise gemacht, natürlich digital. Im Emsland haben wir für unseren im August geplanten „Schloß-Dankern-Familien-Ausflug“ einen Platz gebucht – ohne Probleme. Heute haben wir für die Zeit nach Pfingsten in Rerik (Ostsee) einen Campingplatz reserviert, auch ohne Probleme. Da alle Herbergen nur 50 % der Kapazitäten anbieten dürfen, hat uns das natürlich gefreut, denn überfüllte Plätze hatten uns schon vor der Krise nicht gefallen. Jetzt bleiben wir dran, damit wir im Mai und bis vor die Sommerferien noch ein wenig andere Luft schnuppern können. Und da hinein passt die Mitteilung von unserem Corones-Camp in Olang/Südtirol:

Diese Krise hat uns allen natürlich Angst gemacht, manch einem leider auch den Verlust lieber Personen gebracht und wirtschaftlichen Schaden zugesetzt. Auf der anderen Seite war es eine „Auszeit“ für uns und für die Natur vom alltäglichen Stress, dem Verkehr und eine Gelegenheit sich der wichtigen Dinge bewusst zu werden und sich in Dankbarkeit zu üben.

Wir werden stärker, weiser, bewusster, achtsamer, liebevoller und respektvoller aus dieser Zeit hervorgehen – und mehr denn je schätzen, was uns geschenkt ist.

Immer mal wieder stoßen wir auf Dinge, wo Kirchenleute und Therpeuten von erzählen: auch in den größten Krisen gibt es positive Entwicklungen. Da werden Unbekannte zu Helfern; da erfahren bislang Untergebutterte große Anteilnahme, wenn sie für uns da sind; da wird von ökologischen Wandlungen nach der Krise gesprochen und wir haben die „Mitternachtsspitzen“ mit dem super Jürgen Becker mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. So wie viele andere Anbieter ihre Waren bei geschlossenen Läden nach Hause bringen, kam die Crew zu den Leuten und wir haben uns sogar am TV darüber riesig gefreut, dass so etwas nur unter Covid-19 möglich wurde:

Die Mitternachtsspitzen: nicht im Alten Bahnhof, sondern in einem Hof in Nippes

Innenminister zu Bundesliga: Seehofer für Fußball-Neustart im Mai

„Wenn es einen Corona-Fall in einer Mannschaft oder bei der Mannschaftsbetreuung gibt, dann müssen der gesamte Club und gegebenenfalls auch die Mannschaft, gegen die man zuletzt gespielt hat, zwei Wochen lang in Quarantäne.“ O-Ton Seehofer und dann das:

Bundesliga: Positive Corona-Tests beim 1. FC Köln

Spieler Verstraete vom 1. FC Köln: „Keine Quarantäne? Das ist ein bisschen bizarr“

„Der Physiotherapeut hat mich und andere Spieler wochenlang behandelt. Und mit einem der beiden fraglichen Spieler habe ich am Donnerstag im Kraftraum ein Duo gebildet“, sagte Verstraete am Samstag (02.05.2020) im Gespräch mit dem flämischen Fernsehsender „VTM“. Beide Spieler seien zudem in seiner Trainingsgruppe gewesen.

Also ährlich, irgendeiner unserer Vorbilder lügt. Entweder der Sportchef oder der Spieler. Naja, ich glaube mal dem Spieler … und dann noch mal unser Innen-Horst:

„Für mich ist aber auch klar, dass es keine Privilegien für die Fußball-Bundesliga geben kann.“

Das hat nun nichts mit Alters-Demenz zu tun; in zwei nacheinander folgenden Sätzen das Gegenteil zu erzählen … ich weiß nicht. Obschon, ich weiß, wer da wem hinten drin steckt.

Ein passender Kommentar im Radio zu einem Spieler, der sich total dämlich, gegen alle Corona-Regeln, auf seiner Facebook-Seite gezeigt hat:

Er hat beide Tests negativ absolviert, den Corona- und den Intelligenztest.

Der Mai ist gekommen

Kein Tanz in den Mai, keine Maikundgebung. Natürlich einige ungebildete Links-Anarchisten in Berlin, ok. Nix gegen die Hunderte verblödete Amerikaner vor dem Senat, die bis an die Zähne bewaffnet die Lockerung der Beschränkungen vom Gouverneur fordern – ganz normal, wenn fast 30.000 Tote mehr zu beklagen sind, die Totengräber gar nicht mehr nachkommen, die Mediziner täglich am Rande ihrer Möglichkeiten kämpfen … wenn Trump sagt, das Virus soll jetzt sofort verschwinden, dann wird das wohl so kommen. Boah eyh, weisse …

Wenn man so in Richtung Urlaub schaut, dann graut’s. Klar, ist nicht Top of the Pops, gibt viel, viel Wichtigeres. Aber für Marina und mich ist das schon was … da haben wir halt 45 Jahre drauf hingearbeitet, und jetzt, nach 2 Jahren, ist alles vorbei??? So fühlt es sich manchmal an … Reiseverbot ins Ausland bis 14.6 verlängert, Grenzkontrollen überall, Touris werden nach Hause geschickt. Auch klar, wenn 100 Tsde kommen wollen, kommt bei den Verantwortlichen Panik auf, verständlich. So sitzen wir halt zuhause, gehen manchmal raus (die letzten Tage hat der Regengott die Bauern und Kleingärtner erhört, da sind Radtouren keine Option); freuen uns auf nächste Woche, da lockt verm. wieder Radfahrwetter. Unser Plan, mal in die Landwirtschaft fahren und radeln, um dort bei den Bauernläden mal einzukaufen. Jetzt am ersten Maiwochenende werden wir auch noch mal die Gastronomie von Heiner (KGV Vogelsang) nutzen und was abholen. Und dann? Mal schauen … insbes. Internet und TV. Das sind wohl die wahren Gewinner …

zur Schlachtordnung von gestern (aus „Checkpoint / Tagesspiegel“):

Mit suppenkasparartiger Trotzigkeit demonstrierten gestern verschiedene Menschenherden ihre Immunität gegen Vernunft. Und so rollte eine Autodemo nach Grunewald, um Villenbesitzern die Luft zu verdieseln, an der Volksbühne trafen sich „Hygiene“-Handwaschrebellen der Querfront und verprügelten ein „heute-show“-Team, in Kreuzberg feierte das Volk fröhlich Corona-Partys und die Autonomen spielten Nachlaufen mit der Polizei.

Auf jeden Fall öffnen am Montag (!!!) die Friseure nach 7 Wochen, natürlich mit Abstand 🙂

zum Vormonat siehe nächste Seite

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