Covid-19: Unser Jahr …

Erste Lockerungen sollen kommen

Mit der vielen zusätzlichen Zeit (die wir nicht auf Reisen oder in Kneipen verbringen) kann man ja ne Menge anfangen. Natürlich haben wir über Ostern unsere Kinder besucht, und an Julies Geburtstag waren wir natürlich auch dort (kurz). Die Garage habe ich nach etlichen Jahren auch aufgeräumt und von den Spinnweben befreit, unser Ford ist zwei Tage in der Werkstatt für Inspektion, Reparatur, Räderwechsel und mal wieder TÜV. Und zu Fuß und mit Rad sind wir anstelle DuoMobil unterwegs; dabei habe ich mal wieder die Drohne reaktiviert. Wer es bewegt sehen möchte, kann gerne hier und hier mal schauen, ansonsten mal einige Freizeitbilder von oben.

Kurz vor Ende der Osterferien haben sich Bund und Länder auf einen gemeinsamen Weg zur Lockerung des Shutdown geeinigt. Für uns beide gilt ab nächste bzw. übernächste Woche nichts gravierend Bedeutendes, für viele treten sicherlich Erleichterungen ein. Der aktuelle, sehr zerbrechliche Erfolg der letzten Maßnahmen soll nicht durch zu umfangreiche Zugeständnisse an die Bürger zunichte gemacht werden, sagt Merkel. Hier mal einige Beispiele:

  • die Kontaktbeschränkungen bleiben, zunächst mal bis zum 3. Mai (weiterhin nur zu zweit treffen, außer Familien)
  • die Abstands- und Hygieneregeln bleiben bestehen (das wird sicher noch Monate dauern)
  • das Tragen von sog. Community-Mund-/Nasemasken wird zumindest in Bus & Bahn wie beim Einkaufen dringend angeraten
  • Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen wieder öffnen dürfen, egal welche; dazu Autohäuser, Fahrradläden und Büchereien ohne Größenbeschränkung. Kaufhäuser, Möbelläden usw. sollen noch geschlossen bleiben, damit sich nicht zu viele Menschen in deren Umfeld tummeln.
  • Natürlich müssen alle Läden entsprechende Konzepte organisieren und umsetzen, damit diese Regelungen auch zur Anwendung kommen können. Auch Friseur-Läden dürfen mit entsprechenden Auflagen öffnen (ok, Frauen sind auch Wähler – lol)
  • Kneipen, Cafes, Restaurants u. ä. bleiben geschlossen (bis auf Liefern / Abholen). Das trifft uns schon härter. Auch wenn wir keine Kneipengänger sind … ab und an mal einkehren und gemütlich am Tresen oder so … echt schade!!!
  • Alle Großveranstaltungen werden bundesweit zunächst bis zum 31. August verboten. Fußball = Geisterspiele, keine Sommerkonzerte, keine Schützenfeste, keine Kirmes; sogar das Oktoberfest danach wird wohl nicht stattfinden (O-Ton MP Söder).
  • Urlaubsreisen innerhalb Deutschland bleiben bis auf Weiteres verboten. Reisen ins Ausland, zB während der Sommerferien werden wohl kaum stattfinden können (O-Ton MP Söder als amtierender Vorsitzender der MP-Konferenz).
  • Übernachtungsangebote bleiben für touristische Zwecke geschlossen! Das trifft uns natürlich ins Mark. Darunter fallen auch alle Camping- und WoMo-Stellplätze. An der Stelle haben wir beschlossen, die Winterreifen nicht mehr wechseln zu lassen. Die 90 Euro behalten wir für bessere Zeiten (da lachen wir uns mal so richtig kaputt).
  • Die Schulen sollen demnächst wieder öffnen, abgestuft nach Abschluss- und Übergangsklassen, natürlich mit den üblichen Hygiene- und Abstandsregeln; da ist noch einige Vorarbeit nötig. 30 – 40 Kinder in einer Klasse geht nicht usw., Pausenkonzepte, Unterrichtskonzepte … Das wird auch noch spannend (für unsere Kinder).
  • Dass die Lehrer aber zusätzliche drei Tage schulfrei erwirkt haben, macht uns schon nachdenklich. Sie müssten noch die entsprechenden Vorbereitungen treffen, damit die Regeln in der Schule einigermaßen eingehalten werden können. Ma ährlich, ihr Lehrer: dazu hattet Ihr doch nun mehrere Wochen Zeit. Und eine Ausrede, dass man von den Regeln überrascht wurde, wird ja wohl nicht gelten. Denn egal, wann die Schule wieder beginnen würde, die Regeln und die dazu notwendigen Vorbereitungen stehen doch fest, und zwar bis ein Impfstoff gefunden ist, also wahrscheinlich bis 2021, irgendwann …
  • KiTa sollen nur für dringende Fälle offen stehen, wie bislang. Hoffentlich gibt es da bei den Verantwortlichen ein bisken mehr Fingerspitzengefühl mit Abkehr von sterilen Regeln und Hinwendung zu den Menschen mit ihren Einzelschicksalen. Wie sollen Alleinerziehende das noch länger meistern? Die tun uns wirklich leid. Aber das ist halt so. Es gibt in jeder Krise Verlierer und Gewinner und das unterm Strich auszugleichen ist echte Lobbyarbeit. Haben Alleinerziehende, sozial schlecht gestellte Familien, Haustyrannen-und Patriarchen-Leidende eine echte Lobby???

zum Vormonat siehe nächste Seite

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