Covid-19: Unser Jahr …

Frohes Neues Jahr 2021

Der Jahreswechsel war wirklich ruhiger. Durch den Verbot des Böller-Verkaufs gab es schon wesentlich weniger Knallerei, dadurch dann in der Nacht zu Neujahr auch wesentlich weniger Leute auf den Straßen. Dafür aber dann an den freien Folgetagen (Neujahr = FR, 2. = SA, 3. = SO) überfüllte Ausflugsorte im Sauerland, in der Eifel, im Harz, in den Alpen. Alle auf die Pisten. Und da ja alles geschlossen war, mussten dann die Tankstellen als Versorgung für alles herhalten. WC? Ab in Nachbars Garten, also ährlich Leute? Heute am ersten Arbeitstag nach den Feiertagen haben die Ortschaften ihre Parkplätze verbarrikadiert, weil der Ansturm immer größer wurde. Im Sauerland waren mehrere Polizei-Hundertschaften im Dienst, um die CovidIdioten in die Schranken zu weisen. Wir (und alle Lieben so rund um uns herum) waren lieb, aber wir warten wohl vergeblich auf ein baldiges Ende des Lockdown, weil über die Festtage das Virus freie Bahn hatte. Mal gespannt, wie die Zahlen ausfallen, wenn wieder normal getestet wird und die Verwaltungen wieder hochgefahren sind (um die Fälle zu melden).

Ein Tag vor Weihnachten 2020

Die verschärfte Lage hat sich nicht gebessert. Aber wie auch? Die Geschäfte sind offiziell geschlossen, aber die Stadt ist voll wie immer vor Weihnachten. Und viele halten sich definitiv nicht an die Regeln. Bei uns um die Ecke hat noch eine Wettstube geöffnet (völlig system-relevant), der eine oder andere Laden verkauft weiter … so als wenn nix wäre. Achso, klar, der Impfstoff darf ja jetzt verimpft werden. Am Sonntag nach Weihnachten (28.12.) geht’s los. Zuerst in den Pflege- und Altenheimen, später auch in Krankenhäusern, zum Schluss dann in den staatlichen Impfzentren. Dazu erhält jede Stadt 180 (!) Dosen (die Hälfte kann nur genutzt werden, da jede/r nach 3 Wochen eine zweite Impfung erfolgen muss), danach wird wohl nach Einwohnerzahlen verteilt. Aber man erkennt – es wird dauern, bis die Massen geimpft sein werden.

Danke an Waldemar Mandzel, sehr passend!

Gleichzeitig in Südengland: eine Mutation der Viren gibt Anlass zur Sorge. 70 % größere Ansteckungszahlen … 10 Tausende Lkw stehen vor den Fähren und am EuroTunnel und dürfen wegen der sofort angeordneten Einreiseverbote nicht mehr von der Insel runter. Die Bilder sind total verstörend. Gleichzeitig kommt kein Lkw mehr auf die Insel, so dass in einigen Läden die Regale leer bleiben. Schöner Ausblick auf einen Brexit, dessen Deal schon lange fertig sein sollte, aber durch politisches Hick-Hack weiter auf sich warten lässt.

Mitte Dezember 2020

Lockdown ab Mi., 16.12. – ohne Wenn & Aber. Schulen und KiTas sind schon ab 14. dicht. So können die Mädels (und die Jungens) zumindest noch zwei Tage shoppen. Nicht zu glauben, was da so in den letzten Stunden los war. So gibt das natürlich nix mit einem „Welle brechen“, und das Datum 10. Januar 2021 als Ende der Einschränkungen steht jetzt schon auf der Kippe. Weil die Zahlen auch nach zwei Tagen des kompletten Runterfahrens weiter steigen – und keiner weiß warum. In Bochum sieht’s heute, am 2. Tag des Lockdown, so aus:

Alle Pfeile zeigen nach oben: schaffen wir noch die 200 ???

Da stellt sich schon die Frage, ob die kleinen Lockerungen für die Familienfeiern (verbunden mit dem Hinweis des Landeschefs: keine Überwachung / Überprüfung in den Wohnzimmern des Landes) damit zu rechtfertigen sind. Wir haben uns mit den Kindern abgesprochen, dass wir uns an die Regeln halten und auf keinen Fall die Zugeständnisse ausnutzen, schon allein, um den 5 Enkeln zu zeigen: wir Erwachsene stellen und den Regeln. Hat auch was mit Vorbild zu tun. Man kann den Kindern ja schlecht verbieten, sich mit mehreren FreundInnen zu treffen, aber selber hält man sich nicht dran. Auch wenn es sehr sehr schade ist, das unsere Sophie ihren 18. Geburtstag nicht wie geplant feiern kann. Aber mit etwas Lebenserfahrung können wir voraussagen: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und das gilt auch für das „normalerweise“ gemeinsame Weihnachtsfest: machen wir später …

echte Knaller

Wir haben inzwischen unseren Glühweinstand auf dem Balkon eingeweiht und holen uns so ein wenig Weihnachtsmarkt-Atmosphäre ins Haus.

Nikolaus 2020

Deutschland avanciert so langsam zum Schlusslicht in Sachen Pandemie-Entwicklung. Die erste Welle (März/April) haben wir dank der Einschränkungen gut in den Griff bekommen. Nun hat uns die zweite im Griff. Rund herum in der Welt stehen die Räder relativ still. So dürfen die Italiener über Weihnachten (!) nicht ihre Gemeinde für Besuch o. ä. verlassen. Bei uns soll über Weihnachten alles gelockert werden, sogar Übernachtung in Hotels sind dann überall möglich. Das Ergebnis solchen Handelns ist klar: überall steigende bis explodierende Zahlen. Weil alle denken „naja, kann ja dann nicht so schlimm sein“. Überall Menschenansammlungen, Schulen, Einkaufszentren, Fußgängerzonen, sogar auf den neu gegründeten „Glühwein-Wanderwegen“ (als Ersatz für Weihnachtsmärkte). Alle beschwören natürlich, dass sie selber soooo unheimlich vorsichtig sind, dass gerade hier nix passiert. Das Problem: Inzwischen weiß kein Gesundheitsamt mehr, wo die vielen Infektionen her kommen. Nur die Schulministerin weiß es: nicht aus den Schulen! Da kann man nur sagen: Hätteste mal besser aufgepasst. Ein FDP-Parteibuch ist kein Garant für genügend Hirn und Vernunft (vielleicht das Gegenteil – Mensch, boah äh).

Dazu passend:

und vor allen Dingen die Reaktion von Kanzlerin Merkel auf CovidIdioten im Bundestag (hier der Link zum Video – unbedingt anschauen!):

Anfang Dezember 2020

Der für den November beschlossene Lockdown geht weiter. Und er wird dort forciert (bis zu Schulschließungen usw.), wo die Zahlen die 200-Inzidenz überschreiten. Zum Vergleich: Bochum heute – 143. Aber es gibt im Osten eine Gemeinde Hildburghausen/Thüringen, für die hat das RKI eine weitere Farbe „lila“ eingeführt –> über 600. Und die Bürger gehen dort auf die Straße und demonstrieren gegen die Einschränkungen. Quasi wie die Viecher, die sich selber zum Schlachthof bringen. Der Bürgermeister erhält Morddrohungen … wie kaputt muss man sein …

Zwei Firmen haben ihre Impfstoff-Zulassung für Europa beantragt; Ende des Monats könnte eine Entscheidung getroffen sein, so dass im Januar mit den ersten Impf-Aktionen auf freiwilliger Basis begonnen werden könnte. In Bochum geht man von ca. 2.000 Bürgern pro Tag aus, wenn alles gut läuft. Bei 360.000 Einwohnern, 1/3 ImpfgegnerInnen, könnte somit nach ca. 3-4 Monaten alles durch sein. Naja, zumindest ein Licht am Ende des Starlight-Tunnels.

Ab 23. Dezember bis einschl. Neujahr werden die strikten Kontakt-Beschränkungen (max. 5 Pers. aus 2 Haushalten) gelockert, alles für Weihnachten. Dann dürfen sich 10 Personen aus mehreren Haushalten treffen, draußen und privat. Damit wird dann der Januar schon wieder mit einer erhöhten Inzidenz aufwarten, zwangsläufig. Da hilft verm. auch nicht, dass die Schüler 5 Tage eher in die Weihnachtsferien gehen. Sie sollen sich in dieser Zeit absondern, damit sie dann ohne Infektion mit Oma & Opa zusmmentreffen können. Wer’s glaubt … dann sind die Schulen wahrscheinlich doch nicht so ein sicherer Ort?

Österreich hat soeben mitgeteilt, dass die Pisten, die Hotels und Gaststätten in den Skiorten ab 7. Dez. bis zum 10. Januar geschlossen bleiben. Der Weihnachts- und Neujahrsandrang würde den Weg raus aus der Pandemie so sehr erschweren, dass die Regierung diese Notbremse gezogen hat, damit danach ein geordnetes Treiben stattfinden kann. So ähnlich hat NRW für das Sauerland entschieden.

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