Hofer-Familientreffen Filzmoos 2018

Nach drei Jahren hat Martin Dietrich die Hofer-Familie wieder zum gemeinsamen Treffen nach Filzmoos eingeladen. Wir waren gerne dabei und konnten die drei Tage (10.-13. Mai) um einige weitere für eine gemütliche Anreise ergänzen. Mit einigen Tagen im Saarland, der Pfalz und im Pinzgau erreichten wir an Christi Himmelfahrt den Oberhof, den Ausgangspunkt der emegrierenden Protestanten 1732.

Unser Stellplatz bei Hanni und Christian Salchegger am Oberhof für die drei Tage des Familientreffens (von vorne sieht der Hof natürlich viel besser aus)
Eine eigene Kapelle hoch oberhalb der Oberhofalm aus Dankbarkeit und in Erinnerung an die Emigration der Familie 1732

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Der Donnerstag-Feiertag im Mai ist schon tradiotionell der Anreisetag für das Familientreffen, was seit 2003 alle drei Jahre in Filzmoos stattfindet. Zwischen 40 und 60 TeilnehmerInnen reisen regelmäßig aus dem gesamten Bundesgebiet an. Ein großer Teil kommt mit einem großen Bus aus Warburg / Kassel, so dass der Bus dann auch für die gemeinsamen Ausflüge genutzt werden kann.

Am ersten und zweiten Abend trifft sich die Familie im „Hanneshof“, zum gemeinsamen Essen und zu vielen informativen Gesprächen mit alten und neuen bekannten Verwandten. Für den Freitag hat Martin immer eine sehr aufschlussreiche Reise durch die naheliegende Umgebung auf dem Plan; aber zuvor kam das Fernsehen, sogar das richtige „ORF“, um über dieses besondere Familientreffen zu berichten. Klar, in der heutigen Diskussion um die Flüchtlingsbehandlung, erst recht in Österreich, eine wirklich passende Geschichte von Landsleuten, die wegen ihres Glaubens vertrieben, im fernen OStpreußen aufgenommen und integriert wurden, um dann 1945 schon wieder in die FLucht geschlagen zu werden. Alles sehr bedrückend, aber doch irgendwie aktuell.

Martins Busreise ging in diesem Jahr durch die Tauern zur Nockalmstraße. Verbunden mit vielen passenden Pausen und Besichtigungen, gemeinsamer Einkehr und den unendlich umfassend scheinenden Erläuterungen von Martin zu den Sehenswürdigkeiten, gespickt immer wieder mit Ausflügen zu den Vorfahren, vergeht so ein Tag wie im Flug. Und schon ist der Abend wieder da.

Eisentalhöhe auf 2042 m, die Berge noch mit gut Schnee belegt
Die Anspielung auf unsere Motorradreisen haben wir gerne aufgenommen

Am Samstag freuen sich schon fast alle auf die Wanderung zur Oberhofalm, den gemeinsamen Stunden mit viel Unterhaltung und auch Entertainment in der guten Stube und natürlich auch auf der sonnigen Terasse.

Tagsüber konnten wir uns verschiedenen Angeboten widmen. Marina nahm am Familienchor teil (der abends dann die Andacht auf der Alm bestreiten sollte), ich setzte mich mit dem Rad ab, um meinem Rücken ein wenig Bewegung und Entlastung zukommen zu lassen.

wahnsinnige Eindrücke der Bergwelt vom Rad aus – ein Hoch auf den E-Motor

Natürlich hatte ich auch die Drohne mit und durfte auf der Alm ein paar Fotos „von oben“ machen:

auf der Terasse mit einigen Verwandten
Oberhofalm
Die Berge aus 100 m Höhe 🙂

In diesem Jahr gab es noch eine wirklich fantastische Überraschung beim Almbesuch: nach dem letzten Treffen in 2015 hatten Johanna & Christian Salchegger, die Nachfahren des damals auf dem Oberhof verbliebenen Bruders, somit heute auch katholischen Glaubens, eine Kapelle geplant und gebaut, ein Stück oberhalb der Alm, zwar winzig in den hohen Bergen wirkend, aber immerhin groß genug, um mit der gesamten Familie (ca. 50 Pers.) eine entprechende Andacht zu feiern. In Gedenken an die Vertreibung der Hofers und aus Dankbarkeit für das erfolgreiche Leben der Beiden hatte ein kreatives Künstlerpaar diese Aspekte unheimlich toll umgesetzt – mit Worten kaum zu beschreiben.

Die neu errichtete Kapelle, eingebettet in das Berggefüge
Unter dem Zeichen von Johanna und Christian Salchegger die Erinnerung an die schlimmen Geschehnisse 1732, verbunden mit dem unvermeidlichen Glauben
Grußworte des Filzmooser Bürgermeisters
Ausklang mit dem Guten-Abend-Lied auf der Alm-Terrasse

Die Hinfahrt zum Familientreffen konnten wir über eine Woche gestalten. Zu Beginn (Mi., 2. Mai) besuchten wir den TOP-Platz an der Saarland-Therme, direkt an der frz. Grenze südlich von Saarbrücken.

schön gestalteter Platz in Kleinbittersdorf
Einkauf an der frz. Grenze zu Saargemünd
wunderbare Radwege in tollen Landschaften
komplette Platzanlage Kleinblittersdorf, links die liebevoll hergerichtete Therme, und im Ausbau gibt es demnächst noch einige Annehmlichkeiten

Am Wochenende (5. Mai) fuhren wir zu einer Verabredung mit unseren Günnigfelder WoMo-Freunden Margret und Wolfgang in die Pfalz kurz vor Karlsruhe. Auf dem Weingut Rehm hatten wir uns einen Stellplatz gebucht, gelegen in tausenden anderen Weingütern. Die Fam. Rehm ist selber mit einem Wohnmobil unterwegs und so waren sie auf das Angebot gekommen, ein paar Stellplätze auf ihrem Hof anzubieten.

Stellplatz Rehm in Edesheim direkt an der Weinhalle
Was will man mehr? Freunde, Wetter, Wein und Rad
so sehen in der Pfalz die „Weinberge“ aus
Auch in der Pfalz konnten wir tolle Radtouren fahren (und natürlich auch toll einkehren)

Die letzte Etappe nach Filzmoos führte uns schon nach Österreich; direkt hinter der Grenze bei Rosenheim hatten wir uns in St. Martin bei Lofer den Grubhof-Cpl. ausgesucht. Der Platz verfügt über alle Einrichtungen, die man sich nur wünschen kann, sehr sauber und gepflegt, in einem Tal, in dem das gute Wetter quasi festgehalten wird.

Anreise auf die Alpen – immer wieder erfreulich, besonders bei sonnigem Wetter
unser Stellpaltz auf dem Grubhof – sehr angenehm
Nach dem Besuch beim regionalen Hofmarkt auf dem Platz – Brotzeit!!!
Beste Radtouren in den Bergen – hier auf dem Tauernradweg, entlang der Saalach, mit Jausestation am Eingang zur Sebachklamm

Die Rückfahrt am Muttertag (14. Mai) ging über Kitzingen, aber wegen starken Regens mit Gewitter war das eher mittelprächtig. Alles andere halten wir auf jeden Fall in bester Erinnerung. Den Grubhof werden wir auf jeden Fall wieder anfahren und die Hoffnung auf ein Familientreffen in drei Jahren bleibt mit dem Wunsch verbunden, die vielen neuen und alten Kontakte wieder zu beleben. Danke an alle Teilnehmer, besonders aber an Martin und Christian!

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