Eine ausgezeichnete Pädagogin aus dem Wedding:
Fatma Kan ist Deutsch- und Englischlehrerin an der
Quinoa-Schule, einer freien und spendenbasierten Schule für Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. „
Frau Kan ist für uns nicht einfach nur eine Lehrerin, sondern auch ein echtes Vorbild“, schreiben ihre Schülerinnen und Schüler. „Sie ermutigt uns, an uns selbst zu glauben und das Beste aus uns herauszuholen.“ Gestern wurde sie mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet.
| Ihr Geheimnis? „Ich meckere, ich schimpfe, ich habe hohe Erwartungen – aber auch ein großes Herz“, sagte sie dem Checkpoint. „Unsere Schüler sind alles Charaktere, alles Einzelschicksale. Wir sehen und schätzen jeden einzelnen von ihnen und ermöglichen in Tutorien einen Eins-zu-eins-Austausch.“ Diese Beziehungsarbeit sei die Basis für den Lernerfolg. Frau Kan trägt als einzige Preisträgerin ein Kopftuch. „Diversität gehört zu dieser Stadt absolut dazu. Diese Vielfalt bringe ich ins Klassenzimmer. Mir macht es Spaß, den Jugendlichen zu zeigen: Aus mir kann etwas werden, auch wenn ich zu Hause kein Deutsch spreche.“ |
aus: Checkpoint vom 24.2.2026
So eine Mitteilung geht unter, wird bestimmt auch mit Augenrunzeln betrachtet …
Wir wissen, dass das der Alltag ist und einfach zu uns gehört!
Ach ja, aus der gleichen Quelle von heute eine Berlin-Umfrage zum Vertrauen in die Demokratie:
Vor den nächsten Zeilen bitte tief durchatmen.
+ 17,6 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll zu, man solle einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert. Weitere 9,7 Prozent bejahen dies teilweise.
+ 12,4 Prozent stimmten voll zu, Jüdinnen und Juden arbeiteten stärker als andere mit „Tricks“, um ihre Ziele zu erreichen. Weitere 11,2 Prozent halten diese Aussage teilweise für zutreffend.
+ 15,1 Prozent bekennen sich offen zu ausländerfeindlichen Positionen. 30,7 Prozent (!) sehen Deutschland „in einem gefährlichen Maß überfremdet“.
+ 30 Prozent halten Sinti:zze und Romn:ja für „nicht so zivilisiert“, 45 Prozent erwarten durch ihre Anwesenheit Konflikte.