Sardinien mit Freunden

Am 27. April überquerten wir das italienische Land von der Adria rüber zur Riviera und konnten abends im Hafen von Livorno den Check-In zur Fähre machen. Die Wartezeit bis zur Abfahrt um 22 Uhr verbrachten wir mit einem leckeren Abendessen im Wohnmobil und anschl. konnten wir Sabine & Klaus begrüßen, die ebenfalls rechtzeitig eintrafen.

Nachdem an Bord alles verstaut und die Kabinen gefunden waren, trafen wir uns auf ein sardisches „Fähren-Bier“.

Am nächsten Morgen, nach einer ruhigen, aber recht kurzen Nacht, ging es pünktlich gg. 8 Uhr auf Sardinien weiter. Als ersten Halt hatten wir gemeinsam schon Anfang April für 4 Tage wohl einen der besten sard. Campingplätze gebucht – Capo Ferrato an der Costa Rei, an der Ostküste im Süden gelegen.

Die Anreise durch die Berge war wirklich abenteuerlich, echte Bergstrecken mit Serpentinen, sehr schmale, enge Ortdurchfahrten und das letzte Stück zur Küste war unbefestigt. Aber dafür war der übersichtliche Platz sehr gepflegt, durch die Anhöhe über dem Meer mit Blick von allen Plätzen, ein gutes Restaurant am Platz und ein kleiner Markt für das Nötigste.

Wandern am Strand, Radtouren oberhalb der Küste, Besuch im Nachbarort

Wir hatten uns vorab für die 16 Tage auf Sardinien vorgenommen, max. 4 Orte zu besuchen, mit 3 – 4 ÜN. Neben der Costa Rei war für mich auf jeden Fall die Halbinsel Sant’Antioco im Südwesten wichtig, weil dort beim letzten Sardinien-Urlaub die Camps schon dicht waren.

Die anderen waren einverstanden und so ging’s zum zweiten, dem Cpl. Tonnara auf der Westküste.

gepflegte Anlage in einer eigenen kleinen Bucht

Der angepriesene Radweg rund um die Halbinsel entpuppte sich überwiegend als normale Straße, reine Fahrradstrecken waren nur in der „Hauptstadt“ Sant’Antioco gelegen. Aber die Rundfahrt brachte auf jeden Fall eine Reihe von Eindrücken mit sich. Außerhalb dieser Hauptstadt besteht die Halbinsel wirklich nur aus Natur, mit einigen wenigen eingestreuten „Behausungen“.

rund um den Platz gab es ebenfalls eine wilde Küstenlandschaft, und zum Glück war die Strandbar ein richtiges Highlight

Die Tage im Süden vergingen wie im Flug. Das Wetter passte. Ok, abends wurd es schon recht kühl, aber die Tage waren sehr angenehm. Die OP war gut verlaufen und Pepper konnte sich mit der frischen Narbe schon recht gut bewegen. Auch in den Folgetagen gab es glücklicherweise keine weiteren Komplikationen.

unser 3. und schlechtester Platz „SOS Flores“ in Tortoli /Arbatax an der mittleren Ostküste

Dieser Platz war in einer „Einöde“. Nach links am Strand ging es in ein Ressort (Ende), rechts lag der kleine Sport-Flughafen (keine Starts / Landungen während unseres Aufenthalts). Weil es noch Anfang Mai und nicht viel los war, gab es nur das eine zentrale Sani-Haus, meilenweit entfernt und die gesamte Anlage war sozusagen im Hochfahren. Überall noch Unordnung, der Strand von Herbst und Winter noch nicht „urlaubsreif“ gemacht. Positiv betrachtet: alles reine Natur. Unser Platz jetzt mal direkt am Strand, aber direkt vor den Ferienhäusern, die sicher für die Strandlage ebenfalls Aufpreise kosten. Das gibt bestimmt böses Blut, wenn dort alles voll belegt ist. Dafür war die Innenstadt mit Supermarkt in einem kleinen Spaziergang erreichbar.

Mit dem Rad zu den roten Felsen von Arbatax, Weg durch einen Fluß (mit Pegelanzeige), Ausflug zum Lago St. Lucia in den Bergen

Als letzten Patz hatten wir uns „Tavolara“ im Norden, kurz vor Olbia, ausgesucht. Das war ein sehr gepflegter Platz, herzlicher Empfang, die gesamte Anlage total aufgeräumt, Rasen gemäht und Überreste von Herbst und Winter (Laub, Äste) entfernt. An Marinas Geburtstag konnten wir im Restaurant lecker Pizza essen und der Weg zum Strand war nur ein paar Schritte. Die Bucht und das Wasser erinnerte schon so an Karibik, insgesamt ein ruhiger Ort zum Wohlfühlen.

bei unserer Ankunft waren wir ganz allein auf der Wiese, später kamen noch ein paar WoMo dazu

Nur für das Fahrrad war keine Gelegenheit (es ging nur über die „Hauptverbindung“ SS 125 mit zu starkem Autoverkehr)

Und schwupps … war Sardinien auch schon wieder Geschichte. Wir haben’s genossen, eine schöne Zeit, auch wegen Sabine & Klaus mit ihren beiden Hunden. Vermutlich war das unser letzter Besuch auf der schönen Insel.

letztes gemeinsames Bild an der Fähre (Moby-Lines „Elegance“ von Olbia nach Livorno)

Forts. Seite 3 (Heimfahrt über Cavallino und Inzell)

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